L                                                                                       zurück zur Übersicht

 

l

als Morsezeichen: ● ▬ ● ● (kurz-lang-kurz-kurz, ditt-daa-ditt-ditt) Buchstabiere: „Ludwig“ (deutsch) oder „Lima“ (Funkverkehr).

 

L3 (L hoch drei)

J Lausig lange Leitung, schwer von Begriff.

 

Laboratorium

J Latrine.

 

Labradorstrom

kalte Meeresströmung des Atlantischen Ozeans vor Labrador und Neufundland, führt oft Eisberge mit sich.

 

labsalben

Konservieren von Metallteilen der Takelage vor Korrosion.

 

Labskaus

Seemannsgericht aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln,Salzgurken. Nach anderer Quelle: Eine

deftige Seemannsmahlzeit, bestehend auf Kartoffelpüree, Roter Beete, Schlacht- und Fischabfällen.

 

Ladeboje

Vor der Küste verankerte Boje mit Rohrleitung zum Land. Hier be- und entladen sehr große Tanker, die aufgrund ihres Tiefgang nicht den Hafen anlaufen können.

 

Ladepfosten

Kurzer Schiffsmast zur Aufnahme von Ladebäumen, häufig mit Lüfterkopf.

 

Ladeschacht

Schacht, der vom Oberdeck durch ein anders genutztes Deck führt.

 

Ladeschatten

Toter Winkel, der nicht von Kran oder Ladebaum bedient werden kann.

 

L.W.L.

Ladewasserlinie, sinngemäß die „CWL“

 

Lägel

Siehe Lögel.

 

Längenuhr

Anderer Ausdruck für das Schiffschronometer Längsriss. In einem Linienriss der Aufriss, der den Bootsrumpf in einer seitlichen Projektion zeigt. Dabei liegt das Vorschiff im allgemeinen rechts. Man unterscheidet dabei eine Außen- und eine Innenansicht als vertikalen Längsschnitt in der Kielebene.

 

Lahnung

Buschdamm, Schlickfänger, ein buhnenartiger Damm aus Busch, der zwischen zwei Pfahlreihen fest eingepackt und mit Draht verschnürt ist. Sie haben den Zweck, in Landgewinnungsfeldern die Wasserbewegung (Strömung, Wellen) zu beruhigen und damit die Schlickablagerung zu fördern.

 

Lakers

Seeschiff für die Fahrt auf dem Sankt-Lorenz-Strom und den Großen Seen.

 

Lange Trompete

Knoten zum Verkürzen eines Taues.

 

Landgang

Ortsveränderliche Brücke als Verbindung vom Schiff an Land.

 

Landratte

Seemännische Bezeichnung für Nichtseemann Abständen kurze Mundschnüre mit Angelhaken befestigt sind.

 

Langsamläufer

Schiffs-Dieselmotor mit Drehzahlen zwischen 100 und 250 Upm.

 

laschen

Zusammenbinden, festmachen.

 

Lateralplan

Das gesamte seitliche Unterwasserschiff mit Ruder und Flosse zur Fläche projiziert, die so genannte Stützfläche gegen die Abtrift.

 

Lateralschwerpunkt

Der Schwerpunkt der Unterwasserfläche, die das Schiff gegen die Abtrift stützt.

 

laufendes Gut

Sammelname für alle Fallen und Schoten (bewegliches Tauwerk).

 

Laufleine

Auch Strecktau. Über die ganze Länge des Schiffes gespannte Leine oder Gurt auf dem Schiffsdeck. Sie dient dazu, die Sorgleine (lifebelt) einzupicken, so dass man sich trotz Sicherung ungehindert an Bord bewegen kann. Nicht am Relingsdraht einpicken.

 

Lecksegel

Starkes Segeltuch, das von außen vor ein Leck gesetzt wird.

 

Lee

Die Seite, nach der der Wind geht: windabgewandt.

 

Leesegel

Nur bei Rahseglern verwendetes Spezialsegel für leichten Wind.

 

Legel

Kurze in das Liek eines Segels eingearbeitete Leine.

 

Legerwall

Sehr gefährliche Situation beim Segeln vor einer Leeküste. Um nicht zu stranden, muss sich das Segelschiff unter allen Umständen freisegeln.

 

Lehnbrett

Rückenstütze am Heck in einem Ruderboot.

 

lehnen

Auch lehnig; biegsames, weiches, geschmeidiges Tauwerk.

 

Leibholz

Begrenzung des Holzdecks, im Vor- und Hinterschiff mit Aussparungen zur Aufnahme der Längsplanken.

 

leichte Brise

Windstärke 2 nach der Beaufortskala An Land: Im Gesicht spürbar, Blätter säuseln, Windfahnen bewegen sich.

Auf dem Wasser: Kleine, kurze und ausgeprägte Wellen, Kämme sind glasig, brechen aber nicht.

 

leichtern

Den Tiefgang eines Schiffes durch löschen einer Teilladung verringern.

 

Leidarstein

Der Magnetkompass der Wikinger. Ein Magneteisenstein auf einem Stück Holz, in einem Gefäß schwimmend, zeigt die magnetische Nordrichtung an.

 

Leine

• Sehr schwache „Enden“.

• Allgemeine Bezeichnung für Tauwerk, dicke Schnur, Seil mittlerer Stärke, meistens zum Festmachen an Land benötigt,

   z.B. Achterleine oder Vorleine.

 

Leitender Ingenieur

Frühere Bezeichnung für den Ersten technischen Offizier, den verantwortlichen Leiter der Maschinenanlage.

 

Leitfeuer

Einzelfeuer mit verschiedenen Sektoren (Farben) zur Bezeichnung eines Fahrwassers. Meistens weißer Leitsektor und jeweils roter und grüner Warnsektor.

 

lenzen

Auspumpen von Wasser aus dem Schiff.

 

Lenzpumpe

Pumpe zum Entwässern des Schiffes, wird maschinell oder per Hand bedient, um das ins Schiff eingedrungene

Wasser herauszupumpen.

 

Lenzrohr

Pumpenausflussrohr

 

Lenzventil

Klappe mit Ventil, die in den Boden von Jollen eingebaut wird. Im herausgedrückten Zustand wird durch den Unterdruck der Strömung des fahrenden Boots das Lenzwasser aus dem Bootsboden herausgesaugt.

 

Lichter

International vorgeschriebene Kombination von farbigen Laternen zur Kennung von Art und Bewegung von Schiffen

Lippklampe Klauenartige Durchführung für Leinen im Schanzkleid oder auf Deck. siehe auch Klampe, Belegklampe, Rollenklampe

 

LNG-Tanker

Flüssiggas-Tanker (liquid natural gas).

 

Lögel

Gleitringe am Stag, an denen das Segel befestigt ist.

 

Logbuch

Vorgeschriebenes Schiffstagebuch (Urkunde!) für navigatorische und meteorologische Daten sowie besondere Vorkommnisse an Bord.

 

Logis

Früher üblicher großer Wohn- und Schlafraum für die Mannschaft.

 

Lorelei

J Undefinierbares Essen (ich weiß nicht, was soll esbedeuten)

 

Lose

Durchhängen einer Leine.

 

loten

Die Wassertiefe messen.

 

Lümmel

Am unteren Ende des Ladebaums gelenkig angebrachter Bolzen.

 

Luff Panel

Vorderste senkrechte Segelbahn, die direkt an die Masttasche genäht ist. Viereckiges, an einer etwa längsschiffs ziemlich steil stehenden Rah gesetztes Segel, ähnlich dem Lateinersegel; siehe auch: Dausegel.

 

Luftkasten

Geschlossener Hohlraum in Bug, Heck oder Bordwänden, um die Schwimmfähigkeit zu erhöhen.

 

Luke

Deckenöffnung eines darunter liegenden Raumes.

 

Lukensüll

Einfassung einer Luke im Deck.

 

Luv

Die Seite, aus der der Wind kommt, windzugewandt.

 

Luvarm

Querabstand zwischen Segelschwerpunkt und Lateralschwerpunkt.