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Als Morsezeichen: ▬ ● ▬  (lang-kurz-lang, datt-dit-datt) Buchstabiere: „Kaufmann“ (deutsch) oder „Kilo“ (Funkverkehr).

 

Kabbelung

Kräuselbewegung des Meeres durch Zusammenstoßen entgegengesetzter Strömungen.

 

Kabbelwellen

Unregelmäßige, durcheinanderlaufende Wellen.

 

Kabel

Dickes Hanf- oder Drahttau, früher als Ankerseil verwendet.

 

Kabelgarn

Aus Fasern zusammengedrehter Teil eines Seiles, mehrere Kabelgarne ergeben ein Kardeel.

 

Kabelgatt

Stauraum für Tauwerk und Farben, auf größeren Schiffen.

 

Kabellänge

Durchschnittliche Länge früherer Ankerseile = 185,2 m = 1/10 Seemeile

 

kalfatern

Wasserdichtes Ausstopfen von Nähten und Fugen mit Werg.

 

Kalfatnaht

Bezeichnung für die einzelnen Kalfaterungsstreifen zwischen den Hölzern.

 

Kalmen

Tropisches Seegebiet mit langandauernden Flauten (Windstille).

 

Kamele

Schiffshebevorrichtung aus zwei Holzkästen. Wirkungsweise ähnlich einem Schwimmdock.

 

Kamin

Schornstein des Kombüsenofens

 

Kamm

Obere Teil einer Düne/Welle.

 

Kampanje

Die Hütte, Decksaufbau am Achterschiff (poop).

 

Kanthaken

Mit einem Hangriff versehener eisener Haken, der von den Hafenarbeitern beim Laden und Löschen insb. von Holz, zum Anfassen des Packstückes verwendet werden.

 

Kap Horniers

(Ehrvoll) Kapitäne, die als Segelschiffsfahrer das berüchtigte Kap Hoorn mindestens zweimal umrundet haben.

 

Kape

Besondere Form der Bake, hohes Balkengerüst charakteristischen Aussehens.

 

Kaperschiff

Privates bewaffnetes Schiff, das aufgrund eines Kaperbriefes am Handelskrieg teilnehmen durfte.

 

Kapitän

Technischer, ökonomischer, politischer und erzieherischer Leiter eines Seeschiffes und seiner Besatzung.

 

kappen

Durchschneiden, durchhauen eines Endes oder eines Drahtseils.

 

Karavelle

Dreimastige Koggen zur Zeit Columbus’ mit Lateinsegel statt Raasegel und hohem Heckaufbau.

 

Kardeel

Aus mehreren Kabelgarnen gedrehter Teil eines Taus, das auf den ersten Blick sichtbare Element des Tauwerks.

 

Karracke

Handelssegelschiff des 15. bis 17. Jh mit einem, später drei Masten, karweelbeplankt, in den Niederlanden auch als Krack bezeichnet.

 

Kartenkurs

Der Kurs, auf dem sich das Schiff tatsächlich bewegt und der in die Karte eingetragen wird. Je nach umständen entweder der rechtweisende Kurs, der Kurs durchs Wasser, oder der Kurs über Grund.

 

Kartennull

In der Seekarte verwendete Bezugsebene; nicht immer gleicher Bezugspunkt für die Tiefenangaben der Seekarten. Schlechtes Blatt bei einer Poker- oder Skatpartie unter Seeleuten.

 

Kartenraum

Raum hinter der Kommandobrücke für Seekarten und Messgeräte.

 

Karweel

Holzbauweise mit glatter Außenhaut.

 

Kasko

Schiffsrumpf (im Unterschied zur Ladung: Kargo).

 

Katten

Auch verkatten; Festlegen des gelichteten Ankers durch Vorheißen von der Klüse zum Ankerdavit.

 

Katzenhaare

Dünne Wolken.

 

Katzenloch

Öffnung in der Mitte der Mars, durch die die Wanten laufen.

 

Kaventsmann

Riesenwelle, die sich durch besonders schweren Seegang aufbaut.

 

Kavitation

Dampfblasenbildung bei schneller Bewegung durch das Wasser.

 

Keep, Keepe

Zwischenraum (Rinne) zwischen den Kardeelen.

 

Kegel

Petrus spielt Kegeln = Gewitter.

 

Kennung

Für jedes Leucht- oder Funkfeuer typisches Signal.

 

Kertsch

Straße von Kertsch, zwischen der Halbinsel Krim und Kaukasien, 2,4 sm breit.

 

Kessel-Kommandant

(scherzhaft) Koch.

 

Kettenkasten

Raum unterhalb der Ankerwinde zur Aufnahme der Ankerkette.

 

Kettenkneifer

Klemmvorrichtung zwischen Ankerspill und Klüsenrohr zum Festlegen der Ankerkette.

 

Kiel-Canal

Bezeichnung für Nord-Ostsee-Kanal (früher Kaiser-Wilhelm-Kanal).

 

Kieler Bucht

Seegebiet zwischen der Ostküste Schleswig-Holsteins und den dänischen Inseln Alsen.

 

Kielgewicht

Das gesamte Gewicht unter der Wasserlinie.

 

Kielraum

Tiefster Raum des Schiffes, wo sich Leck- und Schwitzwasser ansammelt.

 

Kielschwein

Starke Planke im Schiffsinnern, die auf dem Kiel liegt und die Stöße der Spanten abdeckt.

 

Kielwasser

Durch Wirbel verursachte Spur hinter einem fahrenden Schiff.

 

killen

Flattern der Segel.

 

Kink

Durch Zug und falsche Lage entstandene Verdrehung im Tauwerk. Unbedingt vermeiden oder bei der Entstehung sofort

beseitigen!

 

Klabautermann

Schiffskobold, sein Erscheinen galt als böses Omen.

 

Klampe

Ein Holz- oder Messingbeschlag zum Belegen eines Tampens: Beleg-, Lipp- oder Rollenklampe

 

Klappanker

Auch Patentanker oder Gruson-Anker.

 

Klappläufer

Bezeichnung für einen losen Block (Talje).

 

Klarieren

1. Klärung von etwas Unklarem (Flagge, Taue, Propeller).

2. Behördliche und kommerzielle Abfertigung eines Schiffes.

 

Klarsichtscheibe

Rotierende runde Glasscheibe, die auftreffende Wassertropfen abschleudert. Meist in Fenster der Kommandobrücke eingebaut.

 

Klaufall

Vorrichtung zum Heben und Senken einer Gaffel an der Klau.

 

Klavier

J Holzüberbau über der Rudermaschine an Oberdeck von Segelschiffen.

 

Klebstoff

J Klebstoff an den Fingern haben = etwas mitgehen lassen.

 

kleeden

Ein Tau mit Kleedgarn umwickeln.

 

Kleine Fahrt

1. Verminderte Geschwindigkeit eines Schiffes.

2. Begrenztes Seegebiet.

 

kleiner Flaggenschmuck

Schmuck des Schiffes bei festlichen Anlässen. Auf allen Masten des Schiffes sowie am Heck und am Bug wird im Topp die

Landesflagge gesetzt; siehe auch großer Flaggenschmuck.

 

Klinkerbauweise

Außenhautplanken eines Holzschiffes überlappen sich dachziegelartig.

 

Klinometer

Messgerät zur Bestimmung des Krängungswinkels des Schiffes. Es wird hierzu an einem Querschott angebracht.

 

Klotje

Durchbohrte Holzkugel, Hartholzring zur Führung eines Endes.

 

Klüverbaum

Verlängerung des Bugspriets.

 

Königsspake

Spake am Steuerrad, die bei gerade gestelltem Ruder nach oben zeigt.

 

Kofferdamm

Zwischenraum zwischen Ladung und Mannschafts- bzw. Maschinenraum.

 

Koker

Ruderführung für den Ruderschaft, Schuh für die Masten.

 

Kolani

Auch Colani, Kulani; warmes, hüftlanges Marinejackett.

 

Kolbenringe

J Ärmelstreifen der Offiziere.

 

Kolderstock

Schwenkbarer, vertikaler Stock zum Einstellen des Ruderausschlags.

 

Kombüse

Schiffsküche mit Nebenräumen, wird auf kleineren Schiffen Pantry genannt

 

Kompass

Unterteilt in Himmelsrichtungen (Nord, Nord zu Ost, NordNordOst usw.), in Winkelgrade (0° bis 360°) oder Striche (0’ bis 32’).

 

Kompassschlüssel

J Wird von den Neulingen an Bord zum 1. April aus dem Lager geholt.

 

Kompositbauweise

Mischbauweise, z. B. Holz mit Metall.

 

Konterbande

Veraltet für Schmuggelware.

 

Koog

Dem Meer abgewonnenes, eingedeichtes Marschland.

 

Koppeln

Kurs auf der Seekarte abstecken.

 

krängen

Dem Schiff durch Fluten einzelner Zellen künstlich Schlagseite geben.

 

Kraweelbauweise

Außenhautplanken eines Holzschiffes stoßen stumpf aufeinander.

 

Kreuzfahrt

Vergnügungsfahrt auf einem großen Schiff, das zahlreiche Häfen ansteuert.

 

Kreuzholz

Quer stehend eingebaute Holzlatte an einem Knecht, um Seile zu befestigen.

 

Kreuzsee

Dünung läuft aus verschiedenen Richtungen durcheinander und überlagert sich, unruhige See, gefährlich!

 

krimpen

Linksdrehen des Windes (Gegensatz: ausschießen).

 

Küstenkanal

Schifffahrtskanal in Niedersachsen, von der Ems bei Dörpen zur Hunte bei Oldenburg (Oldenburg), 69,6 km lang, 1935 eröffnet, wichtig für den Verkehr vom Rhein-Ruhr-Gebiet nach Bremen; für Schiffe bis 1 350 t befahrbar.

 

Kulani

Zweireihige blaue Jacke der Marineangehörigen, genannt nach einer Kieler Herstellerfirma.

 

Kursstabilität

Das Vermögen eines Schiffes, aus sich selbst heraus Kurs zu halten und kleine Kursänderungen auszugleichen.

 

kurzstag

Das Einholen der Ankerkette soweit, dass der Anker gerade noch hält.

 

Kutter

Ein zum Pullen und Segeln geeignetes Boot der Marine Yacht mit Kuttertakelung (ein Großsegel und zwei bis drei Vorsegel).