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Als Morsezeichen:   ▬ ▬ ● (lang-lang-kurz; datt-datt-ditt) Buchstabiere: „Gustav“ (deutsch) oder „Golf“ (Funkverkehr).

 

Gaffelketsch

Als Ketsch getakeltes Schiff mit Gaffelsegel(n).

 

Gaffelliek

Bei Gaffelsegeln die obere Kante des Segels (wird auch Oberliek genannt).

 

Gaffelschoner

Schoner mit alter Takelungsart.

 

Gaitau

Tau zum Schwenken der Ladebäume bzw. zum Hochziehen der Segel.

 

Galeere

Um 1000 von den italienischen Seestädten zunächst als reines Ruderkriegsschiff verwendet, führen die Galeeren vom 14. Jahrhundert ab zusätzlich 1 oder 2 Masten mit Lateinsegeln, im Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert in der Ostsee und Schwarzen Meer eingesetzt, häufig von Sklaven, Sträflingen und Kriegsgefangenen gerudert.

 

Galeone

Spanisch-portugiesisches dreimastiges Kriegs- und Handelsschiff mit sehr hohen Bug- und Heckaufbauten, Kern der spanischen Flotte (Armada).

 

Galerie

Begrenzung des Achterdecks nach hinten, oft gedeckter Umgang, mit den Toiletten für Offiziere.

 

Gallion

Spitz zulaufender Anbau am Vorsteven, ggf. mit Galionsfigur.

 

Gallionsfigur

Unter dem Bugspriet angebrachte Skulptur.

 

Gallone

Englisches Hohlmaß: 4,54 Liter.

 

Gang

1. Reihe längsschiffs verlaufender Stahlplatten der Bordwände.

2. Arbeitsgruppe im Hafen zum Be- und Entladen, Stauen und Trimmen.

3. Schwingungsdauer des Regulators eines Chronometers.

 

Gangway

Landgangsteg des Schiffes.

 

Garn

1. Dünnes Tauwerk, meist geteert.

2. Übertrieben erzählen, flunkern.

  

Gast

Besatzungsmitglied mit bestimmter Funktion im Schiffsbetrieb.

 

Gastanker

Spezialschiff zum Transport verflüssigter Gase.

 

Gasturbinenantrieb

Schiffsantrieb durch eine Gasturbinenanlage (ähnlich einer Flugzeugturbine), nur eine Drehrichtung, Rückwärtsfahrt durch weitere Turbine, Getriebe oder Verstellpropeller.

 

Gatt

1. Abflussloch im Schanzkleid.

2. Keiner Raum zum Aufbewahren von Ausrüstungsgegenständen.

3. Das Heck von Booten (Rund-, Spitz-, Plattgatt).

4. Durchbruch in Rundhölzern.

5. Loch, Ösen oder Kauschen am Segel.

 

Gattchen

Umsäumtes, mit Metallöse oder Lederrand versehenes Loch in Segeltuch.

 

Gedankengenerator 

J Kopf, Gehirn.

 

Geduld

Große Nagelbank um den Mast

 

Gefahrenwinkel

Ein rechnerisch aus der Seekarte ermittelter und am Sextanten eingestellter Horizontalwinkel, der beim Passieren einer gefährlichen Küste laufend kontrolliert wird.

 

Gefechtsgänger

Älteres oder ältestes Bekleidungsstück.

 

Gefechtsrolle

(Marine) Der Teil der Schiffsrolle, der jedem Mann seine Gefechtsstation zuweist.

 

Gegensegler

Ein auf etwa Gegenkurs kommendes anderes Fahrzeug, muss nicht unbedingt auch ein Segler sein.

 

geien

Ein Segel zusammenschnüren, nachdem es an die Rahe herangezogen und eingerollt ist.

 

Gelbes Meer

Nebenmeer des Pazifischen Ozeans zw. Korea und China, von den Sinkstoffen des Hwang-Ho gelb gefärbt.

 

gemittelter Tiefgang

Ist der senkrechte Abstand von der Unterkante Kiel bis zur Wasseroberfläche, gemittelt aus dem vorderen, mittleren und hinteren Tiefgang Genua. Sehr großes Segel. Das Schothorn reicht bis weit hinter den Mast. Wird für leichtes bis mittleres Wetter benutzt.

 

Gereese

J Reden, Plaudern, usw.

 

Gesangbuch, auch Gebetsbuch

Scheuersteine, mit denen früher die Holzdecks gereinigt worden.

 

Getreideheber

Turmartige Anlage, in der maschinell ein Unterdruck erzeugt und dadurch über Saugrüssel lose geladenes Getreide aus dem

Schiffsrumpf gesaugt wird.

 

Gewichtsschwerpunkt

Der Schwerpunkt, den man sich als Angriffspunkt aller auf den Bootsrumpf wirkenden Gewichte vorstellt. Dieser Punkt behält seine Lage bei jeder Krängung bei.

 

Gezeitenkalender

Kalender, der den Eintritt von Hoch- und Niedrigwasser für einen oder mehrere Orte für jeden Tag des Jahres angibt.

 

gienen

Hieven des Steerts von Schleppnetzen an Deck.

 

gieren

Ausscheren (ungewolltes) eines Bootes aus dem Kurs durch starken Seegang.

 

Giftnudel

Zigarre. :-)

 

Giraffe

(Scherzhaft) für Carrier (wegen der langen Beine).

 

gissen

Ermitteln des Standorts eines Schiffes mit Hilfe von Kompass, Karte und Log ohne astronomische Mittel.

 

Gödeke, Godeke

Michael Gödeke, Vitalienbruder unter Claus Störtebecker. 1403 in Hamburg hingerichtet.

 

Gösch

Kleine Bugflagge, oft Wappen des Heimathafens oder der Reederei.

 

Gokstadschiff

Ruder-Segel-Schiff aus der 2.Hälfte des 9. Jahrhunderts, 1880 in Gokstad am Oslofjord ausgegraben, 23,2 m lang, 5,2 m breit.

 

Golf

Großer Einschnitt des Meeres ins Festland (Meeresbusen, Bucht)

 

Gorch Fock

1. Pseudonym eines 1916 in der Skagerrak-Schlacht gefallenen Seeschriftsteller (Johann Wilhelm Kinau).

2. Segelschulschiff der Bundesmarine, 1958 bei Blohm und Voss gebaute Bark.

 

Gording

Ende, mit dem das lose Segel zur Rah aufgeholt wird.

 

Gräting

Gitterwerk aus Metall, Holz oder Kunststoff zum Schutz von Luken, gegen Ausgleiten und zum Trockenstellen.

 

Granat

Auch Garnele; Zehnfußkrebs auch als Krabben oder Shrimps bekannt, Delikatesse von der Nordsee.

 

Graue Katz

Volkstümlich für einen schnell heranziehenden (schleichenden), die Sicht raubenden Küstennebel. Für den Wattwanderer kann er zu einer großen Gefahr werden.

 

Grenzwelle

Frequenzbereich zwischen Mittel- und Kurzwelle (1,6 bis 3,8 MHz).

 

Großsegel

Unterstes, größtes Segel am Großmast.

 

Grundgeschirr

Ankergeschirr, Fischereiausrüstung, Schleppnetz.

 

Grundmine

(Marine) Mine, die auf den Meeresgrund gelegt wird. Sie kann nur auf verhältnismäßig flachen Stellen des Meeres ausgebracht werden.

 

Grundsee

Gefährliche See über Untiefen (hohe Welle, die sich über Bänken auftürmt).

 

Gürtellinse

Horizontal ringförmig um eine Lichtquelle angeordnete Prismen (siehe Fresnel-Linse).

 

Gut

Gesamtes Tauwerk der Takelage. Man unterscheidet: laufendes Gut: bewegliche Leinen (z.B. Fallen, Schoten) und stehendes Gut: feste Leinen (z.B. Wanten, Stage).