D                                                                                                                                                                                   zurück zur Übersicht

 

d

als Morsezeichen: ▬ ● ● (lang-kurz-kurz; daa-ditt-ditt) Buchstabiere: „Dora“ (deutsch) oder „Delta“ (Funkverkehr).

 

Dämpfungsflosse

Flossenförmiger Unterwasserteil zum Dämpfen der Schlingerbewegungen.

 

Dahabije

Auf dem Nil übliches, langes schmales ruderbares Lastsegelschiff, z. T. mit Kajüte für Fahrgäste.

 

Dalbe

Auch Dalben, der, (Duk- oder Duckdalben), in den Grund gerammte Gruppe von mindestens drei starken Pfählen zum Festmachen von Schiffen oder zum Schutz von Brücken, Kaimauern u. a.

 

Dampfturbine

Schiffsantrieb, bei dem der Dampf aus den Kesseln an einem Schaufelrad (Rotor) geleitet wird. Der Rotor ist über ein Getriebe mit der Schraubenwelle verbunden.

 

Danebrog

Auch: Dannebrog –Bezeichnung für die dänische Staatsflagge.

 

Dassel

J Kopf.

 

Dau

Breites arabisches Segelschiff bis 30 m Länge, bis 200 t Verdrängung mit ein bis drei nach vorn geneigten Masten und schrägen langen Rahen, an denen dreieckige (Latein-) bzw. trapezförmige Segel gefahren werden.

 

Daumenpeiler

Steuermann.

 

Dauerproviant

Dosen-, Trocken- und Salzkonserven, die Schiffe ohne Proviantkühlräume mitnehmen, weil Frischproviant nur für kurze Zeit reicht.

 

Davisstraße

Seegebiet zwischen Grönland und der Insel Baffinland.

 

Davit

Vorrichtung zum Aussetzen und Wiederanbordnehmen von Beibooten.

 

deadweight

Engl. Bezeichnung für die Tragfähigkeit eines Schiffes.

 

Deasestraße

Verbindet den Coronationgolf mit dem Königin-Maud-Golf an der Nordküste von Kanada.

 

Decca-Verfahren

Bis etwa 300 sm Entfernung sehr genau arbeitendes Hyperbelfunktions-Ortungsverfahren im Langwellenbereich.

 

Decca

Altes Navigationsverfahren zum Ermitteln des Standortes eines Schiffes. In der Sportschifffahr noch das verbreitetste System.

 

Dechsel

Queraxt des Schiffszimmermannes.

 

Decksoffizier

Seit 1860 in der preußischen, später in der Kaiserlichen und bis 1920 in der Reichs-Marine Rangklasse zwischen Unteroffizieren und Offizieren.

 

Decksausrüstung

Alle zum Deck gehörenden Ausrüstungsteile.

 

Decksbalken

Querschiffs angeordnete Rahmenbalken unter Deck.

 

Decksbucht

Die Deckswölbung, die nach den Seiten abfällt.

 

Decksdübel

Holzpfropfen zum Verschließen der Nagelbohrungen in den Decksplanken.

 

Deckshaus

Aufbau an Oberdeck, der nicht von Bord zu Bord reicht.

 

Decksjunge

„Anfänger“ an Bord.

 

Decksmann

Im Decksdienst beschäftigtes Besatzungsmitglied ohne Berufsausbildung als Matrose.

 

Decksmaschinen

Sammelbezeichnung für alle auf dem Oberdeck und den Aufbaudecks angeordneten Hilfsmaschinen (Ankerspill, Ladewinden, Bootswinden, Verholwinden).

 

Decksplanken

Sammelbezeichnung für alle Schiffsbodenhölzer.

 

Deckssprung

Wölbung des Decks vom Bug zum Heck gemessen. Man unterscheidet:

Positiver Deckssprung: Wölbung nach unten.

Negativer Deckssprung: Wölbung nach oben.

 

Deichpflicht

Öffentlichrechtliche Verpflichtung der Mitglieder eines Deichverbandes, Leistungen zu erfüllen, um den das Verbandsgebiet schützenden Hauptdeich ordnungsgemäß zu erhalten.

 

Deklination

Missweisung zwischen magnetischem und geografischem Nordpol.

 

 

Delta

Verzweigter Mündungsbereich eines ins Meer oder in einen See mündenden Wasserlaufes.

 

Demijohn

Große Korbflasche, Ballon mit 5 bis 50 Liter Fassungsvermögen, Für ihre Verschiffung sind meistens besondere Raten festgelegt.

 

Deplacement

Die Verdrängung eines Schiffes.

 

Dergel

Etwas Abfälliger Ausdruck für ein kleines Fahrzeug, kann alles sein. Bei der Marine gebräuchlich (Dergleichen)

 

Diamantknoten

Zierknoten für einen Tampenabschluss.

 

Dick tun

Wichtig tun, sich aufspielen.

 

Dickschiff

Großes Seeschiff.

 

Diere

Schlankes, mit Rammsporn versehenes Ruderschiff der Antike, das auf jeder Seite zwei übereinander angeordnete

Riemenreihen aufwies und zusätzlich mit einem Rahsegel ausgerüstet war.

 

Dingi, Dinghi

Kleinste Art der Beiboote, von einem Mann bedienbar.

 

dippen

Niederholen um 2/3 und Wiederheißen der Nationalflagge als Gruß.

 

Distanz

Seem.: Die Entfernung zwischen zwei Orten oder zurückgelegte bzw. zurückzulegende Strecke, z.B. Schiffsorte, Landmarken; gemessen in Seemeilen.

 

Dock

Technische Anlage zum Trockenlegen von Schiffen, Bauformen: Trockendock und Schwimmdock.

 

Dösbaddel, Döskopp

Mensch mit sehr langsamer Auffassungsgabe , Dummkopf.

 

Dollbord

Der, oberer Rand eines Bootes, in dem die Riemen (nicht: Ruder!) in Dollen oder Rundseln lagern.

 

Dollen

Gabeln, in denen die Riemen liegen.

 

Domper

Ein eisener/stählerner oder hölzerner, senkrecht vom Ende des Bugspriets nach unten stehender Stock, um das den Klüver und Außenklüverbaum nach unten stützende Tauwerk zu spreizen.

 

Dopplung (Deck)

Zweite Lage Decksplanken an stark beanspruchten Stellen auf dem Deck.

 

Douglas-Skala

Beschreibung der Dünung:

0 = keine Dünung; 1 = niedrige Dünung; 2 = niedrige mittellange Dünung; 3 = mittelhohe, kurze Dünung;

4 = mittelhohe, mittellange Dünung; 5 = mittelhohe, lange Dünung; 6 = hohe, kurze Dünung;

7 = hohe, mittellange Dünung; 8 = hohe lange Dünung; 9 = unregelmäßige, durcheinanderlaufende Dünung

 

Dragge

auch Draggen, Draggon, Dregge, Dregganker, Dreiflunkenanker kleinerer, drei- oder vierarmiger, stockloser Anker zum Fischen von Gegenständen (z.B. verlorenen Ankern).

 

Dredge

Auch Dresche, Dredsche; Schleppnetz (Grundnetz) zum Fangen von Tieren, Fische auf dem Meeresgrund.

 

Dredger

Englische Bezeichnung für einen Schwimmbagger

 

Drehkreis

Kleinstmöglicher Kreis eines Schiffes bei hart gelegtem Ruder.

 

Dreiinselschiff

Schiff mit drei Aufbautengruppen auf dem Hauptdeck: am Bug die Back, in der Mitte die Brücke, am Heck die Poop.

 

Dreimeilenzone

Küstenmeer, das drei Seemeilen (5556 m) breite, zwischen der Staatslandgrenze und der Hoheitsgrenze liegende Meeresgebiet eines Küstenstaates, dessen Oberhoheit dort allerdings eingeschränkt ist. Die Breite des Küstenmeeres mit drei Seemeilen wurde bislang als eine Art Völkergewohnheitsrecht allgemein anerkannt. Eine Neufestsetzung der Breite des

Küstenmeeres wurde auf der 3. Seerechtskonferenz von 3 sm auf 12 sm erweitert.

 

Dreipunktboot

Sonderform des Gleitbootes, das bei hoher Geschwindigkeit nur noch auf zwei seitlichen Tatzen auf dem Wasser aufliegt. 50 % des Auftriebs entstehen durch den Fahrtwind !

 

Drucklager

Lager der Propellerwelle; überträgt den vom Propeller erzeugten axialen Schub auf den Schiffskörper.

 

Drücker

1. Abstützung eines Balkens, „Knie“.

2. Lüfterköpfe.

 

Ducht

Sitzbank eines offenen Bootes.

 

Duckdalben

Pfahlgruppe zum Festmachen von Schiffen.

 

dümpeln

Unregelmäßige Schiffsbewegung durch Dünung ohne Wind.

 

Dünung

Nach einem Sturm über große Strecken nachlaufende Wellen.

 

Dükdalben

Eingerammte Pfähle bzw. Pfahlgruppen im Hafen und am Flussufer zum Festmachen der Schiffe im Strom. Im Hamburger Hafen z.B. 18.000 Dükdalbenpfähle.

 

Düse

Auch Kort-Düse; Erfindung von Ludwig Kort (1888 – 1958); die Schiffsschraube eng umschließender Stahlblechmantel, der das Schraubenwasser erfasst und in einem Strahl nach hinten führt.

 

durchholen

1. Eine Leine (z. B. ein Fall) straffer ziehen.

2. Tief in ein Wellental tauchen.

 

durchkentern

Vollständige Drehung des Bootes (der Mast zeigt in Richtung Grund).

 

durchsetzen

Eine Leine (z. B. ein Fall) kräftig anholen und belegen.

 

dwars

Quer, querab, von der Seite (exakt rechtwinklig!).

 

Dweidel

Ein Wischer an einem langen Holzstiel zum Decksaubermachen.

 

dynamischer Wasserdruck

waagerechter Wasserdruck.