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b

Als Morsezeichen: ▬-● ● ● (lang-kurz-kurz-kurz: daa-ditt-ditt-ditt) Buchstabiere: „Bruno“ (deutsch) bzw. Bravo“ (Funkverkehr).

 

Baantje

Guter Posten, Druckposten.

 

Baas

Meister, Aufseher, Vermittler

  

Bach

(Seemänische) Bezeichung für jede Art von Gewässer (Ozean, Meer, etc.).

 

Bachstelze

Tarnname für den Gleit-Hubschrauber Fa-300 von Focke-Achgelis, der von U-Booten zur Vergrößerung der Sichtweite mit geschleppt wurde.

 

Back

—Bezeichnung für Tisch oder für den vorderen Teil des Schiffes— auch für zurück— die Segel in einer Stellung bringen, dass der

Wind von vorne hineinbläst und so die Fahrt des Schiffes gebremst wird.

 

Backskisten-belastungsprobe

Ein Schläfchen machen.

  

Backbord

In Fahrtrichtung linke Seite des Schiffes, rotes Licht.

 

Backbord-Bug

Ein Schiff segelt auf Backbord-Bug, wenn der Wind von Steuerbord kommt. Eine Vorfahrtsregel lautet: "Backbord-Bug vor

Steuerbord-Bug"

 

backbrassen

Die Segel gegen die Windseite stellen, um Fahrt aus dem Schiff zu nehmen.

 

Backdecker (Backdeckkreuzer)

Eine Yacht deren Backdeck von der Plicht längsschiffs bis zum Bug und querschiffs bis zur Außenhaut auf jeder Seite reicht.

 

backen und banken

Sich auf die Bänke setzen und "Essen fassen".

 

backholen

Ein Segel so anholen, dass es gegen den Wind drückt.

 

Backschaft

Essen herantragen, Abwasch usw. – alles was zum Essen gehört außer essen.

 

Backschafter

Für die Arbeiten in der Messe eingeteiltes Besatzungsmitglied.

 

Backskiste

Als Stauraum dienende Kastenbank.

 

Backsquartier

Die unter dem Vordeck eines Schiffes liegenden Räume.

 

Backstag

Von einen Mast schräg nach unten gehendes Stag. Backstage werden nur luvseitig gefahren, da sie auf der Leeseite die Bewegung des Baumes behindern.

 

Badegast

(Freundlich) abwertende Bezeichnung für einen Gast an Bord, der keine seemännische Erfahrung hat und nur zum Spaß mitsegelt.

 

baff

Über Unerwartetes erstaunt sein, baff sein.

 

Baffin, Wilhelm

Englischer Seefahrer und Forscher, der sich 1612-1614 an mehreren Seereisen zur Entdeckung einer nordwestlichen Durchfahrt in der Arktis beteiligte. Nach ihm benannt wurde die Baffinbai zwischen Grönland und dem arktischen Archipel.

 

Baggala

Arabisches Segelschiff.

 

Bagger

Schwimmbagger = Greiferbagger auf Schwimmponton; Eimerbagger = Ponton mit endloser Eimerkette; Saugbagger = Schiff mit seitlichen Saugrohren.

 

Baggeranker

Einflunkenanker, auch Eisanker.

 

Bakaluten

Lumpen, Spitzbuben und ausgemachte Tagediebe.

 

Bake

An Land als Seezeichen aufgestelltes Gerüst, im Wasser "Besen" und "Bäume".

 

Balanceruder

Ruder mit profilförmigem Querschnitt, bei dem die Drehachse durch den Druckpunkt des Profils geht. Erfordert beim Ruderlegen nur geringes Stellmoment.

 

Balje

Hölzernes Wasch- oder Schöpfgefäß.

 

Balken

Balken, der; mhd. balke, ahd. balko, im Sinne von "dickes Brett"; vierkantiges, massives, langes Stück Holz zum Stützen oder Tragen.

 

Balkweger

Unter dem Deck längsseits liegender Balken, auf dem die Decksbalken aufliegen.

 

Ball

Ein rundlicher Signalkörper, der bei Tag eingesetzt wird, z.B. der Ankerball, der bei einem ankernden Schiff deutlich sichtbar sein muss.

 

Ballast

Tote Last, um günstige Schwimmlage, Mindesttiefgang oder günstiges Seeverhalten zu sichern.

 

Ballastkiel

Schwerer Teil (z. B. aus Eisen oder Blei) unter dem eigentlichen Kiel von Segelyachten. Der Ballastkiel dient zur

(gewichts-)Stabilität

 

Ballastschaufel

Hand (ab Handschuhgröße 8).

 

Balon

Siamesisches Ruderschiff.

 

Bambusdiele

Lokal im südlichen Stil.

 

Bananenschiff

Schnelles Spezialschiff für den Bananentransport (ca. 24 kn schnell). Die Laderäume haben komplizierte Klimaanlagen, da die Bananen sehr empfindlich sind und wegen der richtigen Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft dauernd unter Kontrolle stehen müssen

  

Bargecarrier

Sonderform des Containerschiffs, das Leichter an Bord transportiert.

 

Barkantine,

Barkschoner, Schonerbark. Dreimastiges Segelschiff mit vollgetakeltem Fockmast, während Groß- und Besanmast nur Schratsegel fahren.

 

Barkasse

1. Motorboot für den Hafenbereich.

2. Größtes, meist motorgetriebenes Beiboot auf Kriegsschiffen.

 

Barkentine

Eine kleine Zweimast-Bark.

 

Barkholz

Die dickste Außenbeplankung des Schiffes, dient auch als Scheuerleiste.

 

Barratterie

Unredlichkeit der Besatzung zum Nachteil von Schiff und Ladung.

 

Barre

Untiefe quer zu einer Flussmündung.

 

Barrel

Faß, Tonne, internationale Volumenmaßeinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 163,50 Litern, ein US-Barrel dagegen entspricht 119 Litern.

 

Barring

Formhölzer, senkrecht stehend zur Aufnahme des Bootes.

 

Barring

Gerüst zur Lagerung von Booten.

 

Bathymeter

Tiefseelot.

 

Bauernnacht

(Seem.) eine Nacht ohne Wache.

 

Baumfock

Eine Fock, deren Fläche nicht größer als das Vorsegeldreieck ist.

 

Baumklau

Hölzerne Gabel am vorderen Ende des Baumes.

 

Baumniederhalter

Kleine kräftige Talje oder verstellbares Metallband am Baum. Dient dazu, dass der Baum waagerecht gehalten wird (Trimmen der Segel).

 

Baumschere

Scherenartig zusammenklappbare Baumstütze zum Ablegen des Baumes während nicht gesegelt wird.

 

Baumtakel

Tau zum Befestigen des Baumes zu den Seiten hin.

 

Beaufort-See

Das Polarmeer nördlich von Alaska wird nach dem britischen Admiral und Hydrograph Sir Francis Beaufort (1774-1857)

genannt.

 

Beachcomber

1. Brandungswelle

2. Strandläufer, heruntergekommener Seemann, der sein Schiff verpasst hat.

 

Beaufortskala

Windskala, um die verschiedenen Stärken der Luftbewegungen ohne Messgerät nach optischen Anzeichen zu bestimmen.

 

Befähigungszeugnis

Patent; Zulassung zum Kapitän, Nautischen oder Technischen Offizier.

 

befeuern

Mit Leuchtfeuern ausstatten (z. B. Küsten).

 

Befeuerung

Gesamtheit der Leuchtfeuer eines Verkehrsweges.

 

Beistopper

Der Beistopper und die Beistopperwinde sichern die Schleppleine gegen unkontrollierte Bewegungen bzw. vermeidet ein Querschlagen des Schleppers zur Zugrichtung der Tross, wobei eine vom Heck bzw. von der Winde kommende Leine an der

Schleppleine befestigt wird.

Der Beistopper ist besonders bei konventionellen Schleppern mit Heckantrieben ein wichtiges Sicherheitselement. Mit dem Beistopper verlagert man den Zugpunkt der Schleppleine vom Schlepphaken (Schiffsmitte) zum Heck bzw. zum Antrieb, da hier die Zugkraft des Schlepper "erzeugt" wird.

Je nach Länge des Beistoppers werden Manövrieränderungen fast ummittelbar wirksam, würde der Zugpunkt direkt auf dem Schlepphaken liegen, würde hier kein Wirkung erzielt werden, im schlimmsaten Fall käme es zum Kentern des Schleppers.

 

bekalmen

Einem Segelschiff durch ein Hindernis den Wind aus den Segeln nehmen.

 

Belegnagel

Koffeinagel, hölzerner oder eiserner Bolzen mit Griff, der durch ein Loch in der "Nagelbank" gesteckt wird und an dem Leinen "belegt" werden können.




 

Belle-Isle-Straße

Die 20 Seemeilen breite Nordeinfahrt zwischen Neufundland und Labrador zum St. Lorenz-Golf.

 

Belt

Zwei Meeresstraßen (Großer und Kleiner Belt), die zusammen mit dem Sund die Verbindung zwischen der Ost- und der Norsee bilden.

 

Benelux-Häfen

Häfen der Länder Belgien, Nederlande und Luxemburg. Die größten sind: Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen, Gent, Groningen, Harlingen, Scheveningen, Hoek van Holland, Vlissingen, Ostende und Zeebrugge.

 

Bereisungsboot

Von Schifffahrtsdienststellen eingesetztes Motorschiff zur Kontrolle des Verkehrs, Wartung und Reparatur von Uferbefestigungen und Seezeichen.

 

Bergholz

Besonders starke Planke entlang der Schiffsseite.

 

Bermudas

Inselgruppe im Atlantik; im Seegebiet vor den Bermudas, dem Bermuda-Dreieck, sind schon viele Schiffe auf rätselhafte Weise verschwunden.

 

Besanschot an!“

Kommando, mit dem nach schwerer Arbeit die Besatzung von Segelschiffen auf das Achterdeck gerufen wurde, um an jeden Mann einen Becher Rum auszugeben.

 

Besatzung

Gesamtheit der Personen, die für den Betrieb eines Schiffes an Bord beschäftigt sind.

 

Beschlaucht

Betrunken.

 

Besichtigung

Sicherheitsprüfung durch die Klassifizierungsgesellschaft.

 

Besteck

—Früher die zur Ortsbestimmung dienenden Instrumente, jetzt die Ortsbestimmung selbst — das, der nach geografischer Breite und Länge festgelegte Schiffsort— " Aufmachen des Bestecks" die Rechnung, durch die der Schiffsort gefunden wird.

  

Besteck nehmen

Den Standort eines Schiffes auf hoher See bestimmen.

 

Bestmann

Vollmatrose im Unteroffiziersrang mit speziellen Kenntnissen.

 

Beting

Feste Haltevorrichtung um den Zug der Ankertrosse aufzunehmen.

 

beweeren

Beweert ist ein Schiff, wenn es auf Grund zu schlechten Wetters oder zu starken Sturmes aus ungünstiger Richtung nicht auslaufen kann.

 

Bilge

Raum zwischen unterstem Deck und Kiel, Sammelplatz von Leck- und Schwitzwasser.

 

Billigflaggen

(Flags of Convenience) Bezeichnung für kleine Länder (Liberia, Panama, Libanon, Honduras, Costa Rica),die nur geringe Gebühren, steuerliche Vorteile und geringe soziale Verpflichtungen haben.

 

binnenbords

Innerhalb des Schiffes Gegenteil von außenbords.

 

Binnenschiffer

Kapitäne und Eigner die mit ihren Fahrzeugen auf Binnengewässern fahren.

 

Bireme

Antike Galeere mit zwei Reihen Riemen auf jeder Seite.

 

Blackout

Totalausfall der Elektroenergieversorgung, führt neben Ausfall der Beleuchtung auch zur Manövrierunfähigkeit.

 

Blatt

Ein Flügel der Schiffsschraube.  

 

Blauer Peter

Signalflagge „P“ bedeutet Auslaufen innerhalb von 24 Stunden.

 

Blaufeuer

Nachtsignal zur Anforderung eines Lotsen.

 

Blaugas

Verflüssigtes Ölgas, erstmals 1907 vom Augsburger Blau hergestellt.

 

Blinder Passagier

Ohne Erlaubnis der Schiffsführung zur Mitreise heimlich an Bord gelangte Person.

 

Blitzfeuer

Feuer mit regelmäßig wiederkehrendem Licht. Die Pause muss länger sein als der Blitz, der höchstens 0,7 Sekunden dauern darf.

 

Blockscheibe

Seilrolle im Blockgehäuse.

 

Blockwerk

Alle Arten von Blöcken mit Zubehör.

 

Blüse

Hölzernes oder steinernes Bauwerk, auf dessen oberer Plattform ein offenes Feuer brennt.

 

Bock

Hauptmaschine.

 

Bodenwrangen

Querträger in der Bodenkonstruktion eines Schiffes.

 

Böigkeit

Schwankung des Windes um sein Mittel.

 

Bonnet

Teil eines Segels, das die Segelfläche vergrößert.

 

Bootskarren

Trolley, Rollwagen auf zwei oder vier Rädern.

 

Bootsläufer

Seil zum Fieren und Hieven eines Rettungsbootes.

 

Bootsmann

1. Vollmatrose mit mindestens 24 Monaten Fahrenszeit, leitet alle seemännischen Arbeiten an Bord und verwaltet häufig das

seemännische Inventar (Lampen, Farben, Trossen, Segel u. ä..).

 

Bootsmannsstuhl

Sitz, mit dem eine Person senkrecht gehievt oder gefiert werden kann.

 

Bootsrolle

Plan für die Verteilung der Schiffsbesatzung auf die Rettungsboote und die Funktion der einzelnen Personen im Boot

 

Bordbuch

Schiffstagebuch.

 

Bordzeit

Die dem Längengrad entsprechende Tageszeit, Unterschied je Grad Längenänderung 4 Minuten.

 

Brak

Auch Brake, Heete, Heite, Kolk, Wehl, Schatt. Teichähnliche Wasserfläche unmittelbar an der Binnenseite eines Deiches, die bei einem Deichbruch durch Auskolkung des Bodens an der Bruchstelle entstanden sind.

 

Brandung

Im Küstenbereich Überstürzen und Auflaufen der Wellen.

 

Brandungsboot

Flachgebautes, robustes Boot, das früher auf Schiffen mitgeführt wurde, um Fracht oder Passagiere an flacher Küste ohne Hafen anlanden zu können.

 

Brassen

Rah mit Segel in den Wind drehen.

 

Bremen Rescue Radio

Küstenfunkstationen der DGzRS, die von der Zentrale in Bremen gesteuert werden; zuständig für die Überwachung und Durchführung des UKW-Notverkehrs.

 

Brooken

Umschlaggerät in Seehäfen, aus Stahldraht oder Manilatau hergestellte Netze, in denen von nassen Häuten bis zum Stacheldraht viele Warenarten gelöscht oder geladen werden.

 

Brottank

Die wasserdichte Blechdose, die, mit Hartbrot gefüllt, sich in jedem Rettungsboot befindet.

 

Brunel, Isambard

Kingdom, britischer Schiffskonstrukteur (1806-1859), plante die GREAT EASTERN.

 

Bug

Der vordere Bereich eines Schiff- oder Flugzeugrumpf

 

Bugvisier

Hochklappbares Bugteil auf Ro-Ro-Fähren.

 

bugsieren

Bewegen eines Seeschiffes durch Schlepper in engen Hafenbecken, hauptsächlich durch Schieben mit dem Bug.

 

Bugspriet

Schräg aufwärts ragender Mast am Bug des Schiffes.

 

Bugspriethausung

Teil des Bugspriets innerhalb des Schiffes.

 

Bugwulst

Birnenförmige Verdickung am Bug unterhalb der Wasserlinie, verbessert die Strömungsverhältnisse des Wassers um das Schiff.

 

Buhne

Steinwall quer zur Flussrichtung, um die Strömungsgeschwindigkeit und –richtung zu regulieren.

 

Bulb

Verdickung am Bug (Bugwulst) und an Stahlprofilen (Wulststahl).

 

Bullauge

1. Seefestes Rundfenster, innen mit Blende zu verschließen.

2. Clubzeitung des SMC Hamburg e.V.

 

Bungostraße

Die sieben Seemeilen breite Meeresenge zwischen den japanischen Inseln Kyuschu und Schikoku.