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a

Als Morsezeichen: ● ▬ (Punkt-Strich, ditt-daa) Buchstabiere: „Anton“ (deutsch) bzw. „Alpha“ (Funkverkehr)

 

Aak

auch Aake. Niederrheinisch-friesländisches Plattbodenschiff für Fracht und Fischerei. Die Schiffe sind als Slup oder Ketsch getakelt und haben Seitenschwerter.

 

Aal

—1. Schlangenförmiger Speisefisch, der in Süßwasser- und Salzwasser.—

2. Seemännisch für eingeölte Rohre, Langeisen, die meist in Bündeln auf Schiffen verladen werden.

—3. Bei der Marine werden Torpedos als Aale bezeichnet

 

Aalschokker

Einmastiges Segel-Fischboot mit speziellen Ausrüstungen für den Aalfang; Beginn des 20. Jh.; vorwiegend auf dem Rhein.

 

abandonnieren

Verzicht auf ein Recht oder eine Sache - kommt u.a. in der Seeversicherung und im Seefrachtgeschäft vor.

 

abbacken

Abräumen des Tisches nach dem Essen.

 

abbäumen

Schiffe durch starke Stützen (Bäume, Spieren) vom Kai oder den Dückdalben oder Pfahlgruppen abdrücken.

 

abbauen

Schlapp machen, ohnmächtig werden.

 

abbergen

Übernahme von Personen, Ladung und Ausrüstung von einem in Seenot befindlichen Schiff

 

abbrassen

1. Die Segel einziehen.

2. Eine Rahe durch zu starkes Anziehen der Segel durchbrechen.

3. Die Rahen etwas mehr in die Längsschiffsrichtung drehen.

 

abbringen

Ein auf Grund gelaufenes oder festgekommenes Wasserfahrzeug durch Leichtern, Krängen oder Abschleppen flott machen.

 

Abdrift, Abtrift

Die Strecke oder der Winkel, um die bzw. den ein Wasserfahrzeug von seinem gesteuerten Kurs durch Wasser- und/oder

Wasserströmung abgetrieben wird.

 

Abendwache

Wache von 20.00 bis 24.00 Uhr.

 

abfallen

Den Kurs eines Segelschiffes so ändern, dass der Wind voller in die Segel fährt, Bug nach Lee (vom Wind weg) drehen, Gegenteil: anluven.

 

abflauender Wind

Nachlassen der Windstärke.

 

abflauen

Abnehmen der Windstärke.

 

Abgaspfosten

Schornstein eines Schiffes, früher für Rauchgase, jetzt für Abgase aus dem Maschinenraum.

 

Abgestellt sein

Müde, erledigt sein.

 

Abgluckern

Ertrinken, untergehen.

 

abgreifen

Mit dem Stechzirkel anhand der Einteilung der Breite am rechten oder linken Rand der Seekarte eine Distanz messen, die aus der Karte entnommen ist

 

Abhaken

Mitgehen heißen, ohne Geld einkaufen

 

abhalten

1. Den Kurs des Schiff es so ändern, dass es von einem Hindernis freisteuert.

2. Vom Wind abdrehen (den Winkel zwischen Kurs und Windrichtung vergrößern).

 

abheuern

Ausscheiden aus dem Dienst an Bord

 

abkoffern

Schiffsräume durch einen Kofferdamm voneinander trennen

 

abladen

Beladen des Schiffes bis zur gewichtsmäßigen Auslastungsgrenze, d.h. bis zur Tiefladelinie (s.a. Freibord).

 

Abladung

Eintauchtiefe eines Schiffes; die Abladung ist abhängig von der Bauart des Schiffes sowie von der Art und Menge der an

Bord befindlichen Ladung. Wird so viel Fracht geladen, dass der für das Schiff größte zulässige Tiefgang erreicht wird, fährt es mit voller Abladung.

 

Ablaufbahn

Schlittenbahn, auf der die Ablaufschlitten rutschen, damit das Schiff beim Stapellauf (Ablauf) ins Wasser gelangt.

 

ablaufendes Wasser

Ablaufendes Wasser und das Sinken

des Wasserspiegels durch die Gezeiten wird Ebbe genannt

 

ablegen

Sichentfernen eines Schiffes vom Kai, von einem anderen Schiff, von einem Landungspier o.ä. nach Lösen der Leinen.

 

Abmusterung

Streichen der Eintragungen in die Musterrolle, Ausscheiden aus dem Borddienst.

 

ABS

1. American Bureau of Shipping amerikanische Klassifikationsgesellschaft.

2. Acrylnitril-Butadien-Styrol. Thermoplastischer Kunststoff, der u. a. für die fabrikmäßige Herstellung kleinerer Boote verwendet wird

3. Anti-Blockier-System - aber wen interessieren schon Straßenfahrzeuge !

 

Abschiedssignal

Es wird die Flagge"P" („Blauer Peter") gesetzt, wenn ein Schiff binnen 24 Stunden ausläuft.

 

absetzen

1. den Kurs mit Hilfe der Seekarte bestimmen und in diese eintragen.

2. Das Boot mit der Hand oder einem Boot shaken, von etwas wegdrücken (z. B. vom Steg).

 

Abweitung

Die Umrechnung des Längenunterschiedes in Seemeilen.

 

Abweichung

Deviation - auch Abstand eines Gestirns vom Himmelsäquator.

 

abwettern

Einen Sturm auf See durch geeignete Manöver überstehen.

 

Abwracken

ein Schiff zerlegen und verschrotten.

 

Achter

Größtes Sportruderboot für 8 Ruderer und einen Steuermann. Maße: 17,50 m lang , 60/85 cm breit.

 

achter ...

= hinter; alles hinter der Mitte des Schiffes Liegende.

 

achteraus

Alles, was sich hinter einem Boot befindet. Die genaue Richtungsbestimmung erfolgt durch Zusätze z.B. recht achteraus oder Backbord achteraus.

 

Achteraussegeln

Scherzhaft, Verpassen der Abfahrt des Schiffes durch ein Mitglied der Crew.

 

achterlastig

Das Heck des Schiffes liegt tiefer als der Bug.

 

Achterleine

Bei einem festgemachten Schiff die vom Heck schräg achteraus geführte Leine.

 

achterliche See

Genau in Fahrtrichtung des Schiffes laufende See.

 

Achterspring

Vom Heck nach vorne laufende Festmacherleine.

 

Achterstag

Feste Verbindung vom Masttopp zum achteren Ende des Oberdecks auf einem Schiff.

 

Achtersteven

Die achtere Kielverlängerung zum Spiegel

 

Achtknoten

Verhindert das Ausrauschen eines Endes durch einen Block.

 

Admiralitätsanker

Veraltete Bezeichnung für den Stockanker


 

Abk.

Allgemeine Deutsche Seeversicherungsbedingungen.

 

Ägir (auch Aegir)

Nord. myth. Gott des stürmischen Meeres.

 

Äquator

Der Äquator der Erde, Durchmesser 12.756 km und einer Länge vom 40.076,6 Kilometer, durchquert Afrika, die Malediven und den Indischen Ozean, Indonesien, das zentralpazifische Mikronesien sowie Südamerika.

Er trennt dabei die Nord- von der Südhalbkugel. Der Mittelpunkt des Äquatorkreises fällt mit dem der Kugel zusammen. Wegen der leichten periodischen Bewegungen der Erdachse kann der momentane Äquator an einem Ort bis zu ca. 10 Meter vom mittleren Äquator entfernt sein.

 

Äquatortaufe

Scherzhafter seem. "Reinigungsbrauch" (beim ersten Überschreiten des Äquators); erhält der junge Seemann eine Art seem. Ritterschlag, Passagiere können auf Wunsch ebenfalls getauft werden.

 

Ärmelkanal

Seegebiet zwischen der Südküste Englands und der Nordküste Frankreichs mit Wassertiefen von 40 - 90 Meter. Entstanden

ist der Ärmelkanal während der Eiszeiten

 

Affenschaukel

Schießschnur, Hängematte, kleiner Kessel, Fangschnur.

 

Affenschwanz

nennt der Seemann den kleinen Flaggengalgen aus Eisen, der auf großen Seglern oftmals als kleiner Flaggenstock an der Gaffelnock, auf Motorseglern als kleine feste Flaggengaffel am Besanmast zu finden ist.

 

Ahming

Marken an Bug und Heck zur Bestimmung des Tiefgangs und des Trimms.

 

ahoi

Anruf an ein Schiff, z.B. "Boot ahoi!" Ahoi ist kein Gruß!

 

Aktionsradius

Die halbe Reichweite eines Schiffes ohne neu bunkern zu müssen (Brennstoff, Proviant usw.).

 

Aktivruder

Ruder, in dessen Blatt ein kleiner, birnenförmig verkleideter, von einer kurzen Düse umgebener Elektromotor mit Schraube eingebaut ist. Es vergrößert die Steuerwirkung.

 

Am Wind

Im spitzen Winkel gegen den Wind segeln.

 

Anemometer

Messgerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit.

 

Angel

"die"; Mz.: Angeln; mittel-/althochdeutsch Angul, Ango = Haken; eigentlich der Gekrümmte, Gebogene, verwand mit Anker.

1. ein Gerät zum Fischfang, das aus einer Rute besteht, an deren Ende eine Schnurmit einem Haken befestigt ist.

2. Zapfen, an dem eine Tür, ein Fenster o. Ä. drehbar befestigt ist.

3. Im Griff eines Messers befestigte und spitz zulaufende Verlängerung der Klinge.

 

Anhänge

Sammelbezeichnung für Ruder, Schlingerkiele, Wellenhosen und Wellenböcke.

 

Anheuern

Aufnahme einer Beschäftigung an Bord eines Schiffes.

 

anholen

Brassen, auf eine Schot mehr Kraft ausüben, Gegenteil von fieren.

 

Anker

Gerät zum Festhalten eines Wasserfahrzeugs gegen Wind, Seegang und Strömung auf dem Grund.

 

Ankergeschirr

Alles, was zur Handhabung des Ankers benötigt wird (z. B. Kette, Spill, Stopper).

 

Ankertasche

Vertiefung in der Außenhaut zur Aufnahme des Ankers.

 

Anlagerung

bezeichnet die aufgrund einer Reaktion im Wasser entstandenen Stoffe, die an Rohrinnenwänden haften.

 

anlanden

Ladung eines Schiffes an Land bringen.

 

Anlaufen

einen Hafen zweckbestimmt aufsuchen.

 

anliegen

Der Steuerstrich am Kompass deckt sich mit dem zu steuernden Kurs, z.B. "150 Grad liegt an!"

 

Anlüften

Einen faulen Mann (Frau) bei der Arbeit antreiben, in Trab bringen.

 

anluven

Zum Winde hindrehen.

 

anpeilen

Durch Peilen feststellen und ansteuern, einen Punkt an der Küste anpeilen.

 

Anschlagen

Stückgüter am Kran befestigen, ein Tau oder Segel befestigen.

 

anstecken

Leinen durch Knoten miteinander verbinden.

 

Ansteuerung

Seegebiet, in dem die Bezeichnungspflicht für Fahrwasser durch Seezeichen beginnt.

 

Antennenheizer

Funker

 

Argand-Lampe

Öllampe mit Hohldocht (doppelte Luftzuführung). 1784 von dem Schweizer Aimé Argand erfunden.

 

Argonauten

Griechisch,myth., die Seefahrer des Schiffes Argo, die unter ihrem Führer Janson auszogen, das Goldene Vließ, ein goldenes Widderfell, aus Kolchis im Schwarzen Meer zu holen.

 

Armada

die so genannte „unbesiegbare Flotte“ Spaniens 1588; 130 Schiffe mit 2630 Geschützen und etwa 30.000 Mann Besatzung.

 

Atlantis

Sagenumwobenes Inselreich, das nach der Überlieferung ägyptischer Priester im Meer versunken sein soll.

 

Aufbauten

Alle gedeckten Räume oberhalb des Freiborddecks, die von Bord zu Bord reichen und sich nur über einen Teil der Schiffslänge erstrecken

 

Aufbrisen

Das Stärkerwerden des Windes.

 

aufdrehen

Beim Stapellauf das Aufschwimmen des Hecks, während das Vorschiff noch auf dem Ablaufschlitten ruht.

 

auffieren

Eine Leine nachgeben.

 

auffrischen

Das Stärkerwerden des Windes

 

Aufholer

Tau, um ein Segel nach oben zu ziehen.

 

Aufkimmung

Seitlicher Anstieg des Schiffsbodens vom Kiel bis zur Kimm.

 

Aufklaren

1. Ordnung schaffen, aufräumen.

2. Besserung der Wetterverhältnisse.

 

Aufkommen

1. herannahen (von Unwetter oder einer Bö).

2. einem langsamer vorausfahrenden Schiff näherkommen.

3. Sichtbarwerden eines Schiffes über den Horizont.

4. das gelegte Ruder mittschiffs zurückdrehen.

 

Auflaufen

Aus der Fahrt auf Grund laufen

 

aufpicken

An Bord nehmen eines treibenden Gegenstandes.

 

Aufschleppe

Am Heck angeordnete schräge Bahn zum Aufschleppen von z.B. Walen oder Fischernetzen.

 

aufschnüren

Auf der Werft einen Schiffsteil auf Stahlplatten anzeichnen.

 

auf und nieder

Senkrecht.

 

Augbolzen

Eisenstange mit einem angeschmiedeten Ring.

 

Auge

Ring, der durch ein Tau oder Eisen gebildet wird.

 

aus dem Ruder laufen

Fahrzustand eines Schiffes, wenn das Ruder keine Wirkung mehr hat und das Schiff vom Kurs abkommt.

 

Ausguck

Beobachter im Mastkorb oder am Bug.

 

auslaufender Strom

Seewärts gerichtete Strömung in einem oberirdischen Gewässer.

 

Ausscheren

1. Abweichen von der bisherigen Fahrtrichtung.

2. Herausgleiten einer Leine aus einem Block.

 

ausstecken

eine Leine Hand über Hand über Bord geben.

 

auswehen

Entfalten einer Flagge im Wind.

 

Außenhaut

Gesamtheit der Beplattung der Bordwände und des Bodens.

 

Axiometer

Veraltete Bezeichnung für Ruderlagenanzeiger.

 

Azimut

Höhe eines Gegenstandes über dem Horizont.