Schiffsmodellbau-Club Hamburg e.V.

(seit 1963)

Thementreffen Schlepper

Zu Gunsten des Offshoretreffens in Uetersen hatten wir den Termin unserer Wochenendveranstaltung auf den 04. und 05. Juni verschoben. Ein wenig unglücklich, da sich der Freitag als Brückentag anbot und viele Familien das lange Wochenende für sich nutzten. Auch wir mussten auf einige Mitglieder als Helfer und Teilnehmer verzichten.

Wie immer waren die meisten von uns schon vor 07:00 Uhr in Planten un Blomen und so konnte pünktlich mit dem Aufbau begonnen werden. Trotz der etwas schmaleren Mannschaft war der Aufbau routiniert und schnell erledigt. Gegen 09:00 Uhr waren der Kaffee und der Frühstückstisch fertig.

Thementreffen Schlepper 2011 in Planten un Blomen

Bei herrlichem Wetter trafen nach und nach die Modellbauer mit ihren Schiffen ein. Die weiteste Anreise hatte übrigens Christian K. , der 215 km Fahrt hinter sich hatte, aber auch beide Tage unser Gast war. Wir konnten 57 Modelle zählen. Von winzig bis groß waren alle möglichen Schleppertypen vertreten.
Den ganzen Tag über war auf dem Wasser immer ordentlich was los. Unsere renovierte und erweiterte Hafenanlage war so begehrt, dass oft kaum ein Liegeplatz frei war. Es machte richtig Spaß zu sehen wie ruhig und gesittet es auf dem Wasser zuging. Keine Unfälle trotz des regen Verkehrs und auch die Winzlinge wurden nicht übersehen. Meine „Huntac“ ließ sich trotz ihrer Größe sehr gut in dem Hafen bewegen. Die getrennt steuerbaren Motoren halfen dabei natürlich sehr. Leider sind die Sicherungen mit 10 Ampere schnell überlastet. Aber besser eine Sicherung tauschen als einen Regler. Man muss sehr sensibel Gas geben und darf nichts in die Schraube bekommen, dann geht das schon.

Gegen 15:30 war fast schlagartig das Gelände leer. Dirk hatte für 12 Modellbauer eine Besichtigung von Schleppern der Reederei Bugsier erreichen können und das war für 16:00 Uhr geplant. Kein Wunder also, dass viele der Modellbauer so schnell verschwunden waren. Da wir nur einen Teil des Materials abbauen mussten, waren wir gegen 16:30 Uhr auch damit fertig und fuhren nach Hause. Die Wärme hatte uns geschafft und jeder von uns freute sich auf die Dusche. Morgen treffen wir uns um 08:30 Uhr. Bauen wieder auf und hoffen auf viele Teilnehmer und schönes Wetter.

Vielen Dank an alle fleißigen Helfer des SMC-Hamburg. Es war ein schöner Tag und unseren Besuchern hat es gefallen. So soll es sein. (wrb)

 

Das Thementreffen Schlepper in Planten und Blomen

Am 04.Juni 2011 rief der SMC Hamburg zum alljährlichen Thementreffen am See der Lichtorgel in Planten und Blomen. Dieses Jahr gab es ein Motto, welches so ziemlich jeden Schiffsmodellbauer, Passanten und andere interessierte Zuschauer anspricht. 

SCHLEPPER 

Ob es die Bugsier von einem namhaften Modellbauhersteller, Nachbauten von Fairplayschleppern, originalgetreue Nachbauten nach Werftplänen oder für unsere Breitengrade etwas exotischere Schlepper waren, alles wurde willkommen geheissen. Dem Aufruf Planten und Blomen mit dem eigenen Schlepper zu besuchen, waren eine Menge Modellbauer mit wunderbar gebauten Modellen gefolgt. Nach nicht bestätigten Informationen boten circa vierundvierzig (44) fahrbereite Modelle und in etwa fünf bis sieben zu ziehende Pontons am See ein Bild, das seinesgleichen sucht. Wiederrum bedeutete dies den ganzen Tag regenbetrieb auf der Wasserfläche. Mir tut es für alle diejenigen leid, die dieses Spektakel nicht miterleben durften, „denn grad schäh wars“ wie es die Bayern sagen würden.

Neben den tollen Schiffmodellen muss auch die Hafenanlage erwähnt werden, welche dieses Jahr wieder in neuem Glanz auferstanden ist. Der SMC hatte sich bemüht im Vorfeld eine anspruchsvolle und zugleich sehr gut zu überblickende Hafenanlage in den See von Planten und Blomen zu zaubern. Dies gelang mit Bravour. Durch die mittels Warnbojen und einer Rundbojenkette gekennzeichnete Fahrrinne konnte mit dem Schiff am Hafenturm vorbei in den Hafenbereich eingefahren werden. Großzügige Schilder säumten den Weg mit dem Hinweis keine großen Wellen zu erzeugen. Was im Hafen durchaus vernünftig ist. Liegeplätze für Frachtschiffe aller Art waren vorhanden, aber auch Anleger für „kleinere“ Schiffe wurden genutzt um die Schiffe anlegen zu lassen und vielleicht mal etwas zu fachsimpeln oder einfach kurz Pause vom Schiff lenken zu machen.

Drei große Baldachine boten den Schiffsmodelleignern genug Platz um auf den Tischen die mitgebrachten Schiffe und sonstigen Untensilien unterzubringen und trocken zu lagern, sollte es mal das Wasser nicht von unten, sondern von oben geben. An diesem schönen Tag war mit solch Überraschungen bei strahlendem Sonnenschein nicht zu rechnen. Doch bis es soweit war, mussten die Mitglieder des SMC Vorbereitungen treffen und den Aufbau bewerkstelligen. So wurden des morgens zu nachtschlafender Zeit, welch harte Prüfung für so manchen Langschläfer, damit begonnen die ersten Grätings auf den uns zur Verfügung gestellten Transportwagen zu hiefen und an ihren späteren Bestimmungsort zu fahren, den See der Lichtorgel. Mehr als zehn Grätings mit jeweils circa eineinhalb mal zwei Metern Größe wollten entlang des Sees platziert werden. Mit vereinten Kräften und ein wenig Spucke waren diese am See ausgelegt und es konnte mit den richtig schwierigen Teilen begonnen werden. Die Baldachine und das wichtigste Zelt: Das Kaffehäuschen. Doch auch diese schwere Hürde nahmen die Beteiligten ohne Komplikationen. Manchmal fragte der eine oder andere sich schon wie nun welches Teil der Stangen ineinander gehörte. Doch solch einfache Fragen wurden im Nu geklärt und die Bladachine und auch die Tische waren vorbereitet für unsere Gäste.

Diese Gäste trudelten mit ihren großen, kleinen und mittleren Schleppermodellen langsam ein. Wie schon oben erwähnt waren es circa vierundvierzig. Doch wer zählt die schon. Die Gäste mit den Schiffen platzierten sich auf den Tischen und es war richtig schön zu sehen wie sich viele Freunde und Bekannte bei dieser Veranstaltung am See trafen und freudig miteinander scherzten und lachten. Aber auch neue Gesichter mit sehr schönen Modellen waren anzutreffen und wurden ebenfalls mit der gleichen Freude, wie die anderen, begrüßt und einbezogen. Die Gäste, so unterschiedlich doch ein jeder ist schauten sich die mitgebrachten Modelle an und holten sich so den ein oder anderen nützlichen Tip für das eigene Modell. Fragen über die Lösung von Problemen beim Bau oder der Planung eines neuen Modells wurden gestellt und wie es üblich ist, findet sich immer ein findiger Modellbauer auf solchen Veranstaltungen der eine Lösung oder nur einen Ansatz parat hat. Zwischenzeitlich begaben sich auch die ersten Schiffe ins Wasser um dem noch recht ruhigen See ein wenig Leben einzuhauchen. Das gelang auf der ganzen Linie. Den ganzen Tag waren jeweils gut und gerne zehn Schiffe auf dem Wasser. Der Hafenbereich wurde als besonderer Anzugspunkt so rege benutzt, dass es des öfteren zu Staus am Eingang und im Hafen selber kam. Jedoch konnte der Hafenmeister bis auf ein gewässertes Wellenschild voller Stolz verkünden, dass es keine Unfälle oder dergleichen an den Kaimauern und den Schwimmpontons gegeben hatte. Natürlich konnte auch beobachten werden, wie die Schlepper den Dienst taten wofür sie ihren Namen erhalten haben. Sie schleppten was das Zeug hielt. Da wurde zwischendurch ein ungefähr (bitte nagelt mich nicht fest, und der Besitzer des Schiffes möge mich nicht steinigen) einmeterfünfzig?!? langes Frachtschiff über den See geschleppt, von zwei im gleichen Masstab gebauten Schleppern. Zumindest kamen die Größenverhältnisse nach meiner bescheidenen Meinung schon ganz gut hin.

Aber auch Schwimmpontons wurden an den Haken genommen. So hing an einem Schiff doch tatsächlich auch mal ein Lastenponton mit kleinem Werkstatthäuschen und Schaufelbagger. Oder auch vollbeladene Schuten mit Steinen und Kies legten mittels der Schlepper von den Hafenmauern ab und tingelten durch die Weltgeschichte des Sees in Planten und Blomen. Für die größeren Schiffe auf dem Wasser war ein entsprechend größerer Schwimmponton vorhanden, auf dem kurzerhand ein beeindruckendes Modell eines großen Schiffsmotors, etwas unortodox an Land und von Hand befestigt wurde. Wir wissen ja alle, dass sowas normalerweise stilecht mit dem Schwerlastkran bewerkställigt wird. Da solch ein Gefährt im entsprechenden Massstab jedoch ausnahmsweise nicht zugegen war,wollen wir mal nicht so sein und lassen die menschliche Kranvariante ebenfalls durchgehen.

Der Park Planten und Blomen bietet durch sein Ambiente mit dem See und der Lichtorgel wahrlich herrliche Randbedingungen für eine Veranstaltung wie diese. Bei solch schönen Wetter wie an besagtem Tag pilgerten auch viele Schaulustige durch den Park und blieben stehen um sich das Schauspiel auf dem Wasser und drum herum an den Baldachinen anzusehen. Man möge mir die Ausdruckweise nachsehen, aber der Park war besornders gegen Nachmittag brechend „voll“. Und da es am See bei uns, etwas zu sehen gab, blieben wie schon gesagt viele stehen und kamen zu den Tischen heran.

Man konnte bei vielen der Schaulustigen förmlich die Faszination für die Schiffe in den Augen sehen und vielleicht haben wir es geschafft den ein oder anderen zu diesem interessanten Hobby zu beflügeln. Der Begeisterung der Teilnehmer und der Zuschauer nach zu urteilen, bin ich mir sicher. (cs)