Werksbesichtigung der Firma HATLAPA in Uetersen
Durch die guten Beziehungen von Hans-Jürgen hatten wir am 29. Juni die Gelegenheit, die Firma HATLAPA zu besichtigen. Dort werden u. a. Kompressoren, Winden und Hydraulikanlagen für Schiffe hergestellt.
Schon der Empfang war sehr freundlich. Auf einem Flatscreen wurden die Besucher dieses Tages angekündigt, auch der SMC Hamburg. Mehr als nur eine nette Geste. Pünktlich um 14:00 Uhr wurden wir von Frau Olsen und Herrn Kühn begrüßt. Dann machten wir zehn SMCler uns unter der Führung von Frau Olsen und Herrn Kühn auf den Weg durch die Werkshallen. Leider war im Moment in Halle 12 keine Großwinde im Bau, aber auch so gab es genug zu sehen. Zuerst sahen wir die Lehrwerkstatt. Aktuell hat die Firma vierzig Auszubildende im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Fast alle werden nach dem Ende der Lehrzeit übernommen und verbleiben mindestens ein Jahr im Betrieb. Auch die Auszubildenden aus dem kaufmännischen Bereich müssen ein paar Wochen in die Fertigung um diesen Bereich kennen zu lernen.
Beim Gang durch die Teilefertigung konnten wir bewundern was es heute für Automaten zur Anfertigung von Dreh- und Frästeilen gibt. Maschinen, die rund um die Uhr selbstständig Werkstücke bearbeiten, wechseln und bei Problemen mit Werkzeugen automatisch stoppen. Aber auch die konventionelle Arbeitsweise ohne CAD-Unterstützung gibt es noch. Der Kostendruck ist heute enorm und nur mit Fachkompetenz und modernem Maschinenpark kann sich ein solches Unternehmen auf dem Markt behaupten.
Wir konnten die Fertigung vom Rohteil bis zum fertigen Produkt bei der Besichtigung nachvollziehen und anschauen. Gussteile werden nicht selber hergestellt sondern fremd bezogen und dann im Werk fertig bearbeitet und mit anderen Teilen zu einer kompletten Einheit montiert. In einer Lackiererei bekommen die fertigen Einheiten dann die Wunschfarbe des Kunden. Besonders Eigner von Luxusyachten legen natürlich besonderen Wert auf eine tolle Wunschfarbe. Wichtiger ist natürlich der Abschlusstest auf eigenen Prüfständen. Dort werden die fertigen Winden, Kompressoren und Rudermaschinen einem Belastungstest unterzogen, und nach bestandener Prüfung in einer angeschlossenen Kistenfabrik verpackt und nach Bezahlung an den Kunden ausgeliefert. Beachtlich war für uns das große Hochregallager mit den benötigten Einzelteilen und das Außenlager mit den Gussrohlingen. Eine Fertigung gibt es nicht nur im Stammwerk in Uetersen sondern auch in Lübeck und in Asien.
Da vielen von uns der Schiffbau nicht unbekannt ist und wir auch wissen, wie es früher auf Schiffen ausgesehen hat war es spannend, den heutigen Stand der Technik bei diesen Teilen zu sehen. Unsere vielen Fragen wurden kompetent und geduldig beantwortet. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder am Werkstor angekommen, bedankten uns für die Besichtigung und erhielten jeder ein kleines Werbegeschenk.
Ein herzliches Dankeschön an die Firma HATLAPA, die es uns ermöglichte, diesen Einblick zu bekommen. (wrb)