Das Miniatur-Wunderland feierte seinen 10ten Geburtstag.
Am 16. August 2011 war der Geburtstag dieser Hamburger Touristenattraktion. Da ich immer die Newsletter bekomme, erfuhr ich rechtzeitig von der Geburtstagsfeier, die am 15. August um 0:00 Uhr mit Geburtstagstorte und Sekt beginnen sollte.
Ein Freund von mir und ich reservierten uns Eintrittskarten und waren um ca. 19:15 Uhr vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt war es ziemlich voll. Die Tagesbesucher waren noch da und die Besucher für die Geburtstagsparty wohl zum Teil auch schon. Die Meisten standen in dem Bereich des Flughafens. Ständig starteten oder landeten die verschiedensten Flugzeuge. An den Terminals wurden die Maschinen versorgt und jede Menge Fahrzeuge bewegten sich auf dem Vorfeld. Man wusste kaum wo man zuerst hinschauen sollte. Im Nachtbetrieb musste man sich nur den umgebenden Raum wegdenken und schon sah es aus wie 1:1 und nicht wie ein Modell. Unglaublich was die Wunderlandcrew dort realisiert hat. Man braucht schon ein paar Stunden, um den Flughafenbetrieb nur annähernd zu erfassen und alle Flugzeuge wenigstens einmal starten und landen zu sehen. Dass die Anzeigetafel exakt mit den startenden und landenden Flugzeugen übereinstimmt mit Fluggesellschaft, An- und Abflugzeit, Standort an den Terminals und noch anderen Angaben, verwundert eigentlich nicht. An dem Abend verirrte sich eine Maschine nach der Landung auf dem Weg zum Terminal und musste von „Gulliver“ manuell auf den rechten Weg gebracht werden. Natürlich zum Gaudi der Besucher.
Hans-Jürgen und Horst waren auch fast gleichzeitig mit uns gekommen haben aber schon gegen 23:00 Uhr den Heimweg angetreten. Wir hatten uns aber vorgenommen möglichst lange zu bleiben. Es war ja durchgehend geöffnet. Kurz vor Mitternacht sind wir dann zum Restaurant runter gegangen, um den Countdown mitzufeiern. Es gab nicht nur eine, sondern viele Geburtstagstorten mit verschiedenen Motiven. Man hatte zwischen 500 bis 600 Stücken Torte kalkuliert. Das passte auch sehr gut. Wenn man wollte, konnte man auch noch ein zweites Stück bekommen. Sekt gab es natürlich auch. Nachdem sich die Fernsehteams postiert hatten, wurden die letzten 15 Sekunden von Allen runtergezählt und dann der Geburtstag beklatscht und natürlich „Happy birthday Miniatur Wunderland“ gesungen. Nach den kleinen Ansprachen wurde dann die Torte von den Brüdern Braun und ihrem Vater angeschnitten und die bereits portionierten Tortenstücke an die Besucher verteilt. Alles ohne Hektik und mit gegenseitiger Rücksicht. Es war eine tolle, entspannte und fröhliche Runde. Danach gab es einige Erklärungen und Geschichten, die von den beiden Brüdern erzählt wurden. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit dem Vater der Beiden zu unterhalten. Ein ausgesprochen netter und sympathischer Herr. Ich habe mir dann im Shop die Jubiläumsausgabe mit der Geschichte des Wunderlandes gekauft und mir von dem Vater und den Brüdern das Buch signieren lassen. Von der „Leitstandshexe“, Holger und Gaston ließ ich mir ebenfalls eine Unterschrift geben. Ich bin eigentlich kein Autogrammsammler, aber das war mir in dieser Nacht doch wichtig. Gegen 03:00 Uhr standen dann die beiden Brüder und einige Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung. Geplant war diese Fragerunde in einem der beiden Kinos, das dafür gemütlich mit Sesseln bestückt worden war. Man hatte mit ca. 20 Personen gerechnet. Das war dann aber die einzige Fehleinschätzung dieser Nacht. Die Fragerunde wurde in der Anlage gemacht. Es waren noch um die einhundert Besucher da. Damit hatte man nicht gerechnet. Es gab Fragen zur Technik, der Anzahl der Knopfdruckfunktionen, es sind 148. Die Erweiterung war ein weiteres Thema. Die Brücke über den Kanal zum anderen Speicher wurde angesprochen. Diese Idee stammte nicht von den Brüdern, sondern ein Fernsehteam hatte das mal angeregt. Nach eingehenden Prüfungen wurde das aber verworfen. Das hätte wohl einen Rattenschwanz von Genehmigungen nach sich gezogen und das hätte bei der Arbeitsgeschwindigkeit und den Bedenken der Behörden und Politiker wohl erst in einigen Jahren klappen können. Wobei man von den Behörden im Zusammenhang mit dem Miniatur-Wunderland nur Gutes liest. Es ist aber vor allem an den Kosten gescheitert.. So wird im zweiten Stock der Eingang, der Shop und das Restaurant neu entstehen und der gesamte dritte Stock frei für die Erweiterung Italien, Frankreich und England. Das wird die Kapazität der Mitarbeiter für die nächsten Jahre binden. Nicht vergessen darf man in dem Zusammenhang auch die Pflege der bestehenden Anlage, so ist zum Beispiel die Köhlbrandbrücke zur Generalüberholung in der Werkstatt. Es gibt genug Arbeit für die Zukunft.
Gegen 03:45 Uhr am 16. August waren wir wieder zu Hause. Es war eine lange Nacht, die sich aber zu 100% gelohnt hat.
Fazit: Eine gelungene Geburtstagsfeier im Kreise der Macher und Besucher. Die Mannschaft des Wunderlandes ist einfach toll. Nett und freundlich, wie wir Modellbauer nun einmal sind. Den Brüdern und ihrer Mannschaft kann man für die Zukunft nur alles Gute wünschen. Bei dem Engagement und dem Einfallsreichtum, gepaart mit der Freude an ihrer Arbeit wird die Erfolgsgeschichte des Miniatur-Wunderlandes auch in den nächsten Jahren ganz sicher eine Fortsetzung finden. Ganz besonders herzliche Glückwünsche von uns. Hamburg kann stolz auf Euch sein.(wrb)