Schiffsmodellbau-Club Hamburg e.V.

(seit 1963)

Clubausfahrt am 09.07.2011
DAMPF RUNDUM in Flensburg

Alle zwei Jahre findet in Flensburg das Dampf Rundum statt. Dort ist auf dem Wasser und an den Ständen fast alles zu sehen was mit Dampf und Schiff zu tun hat. In diesem Jahr wurde das Fest zum zehnten Mal veranstaltet.

Für den SMC sollte das in diesem Jahr der Betriebsausflug sein. Leider fanden sich nur acht Mitglieder incl. Partnerinnen bereit, die Veranstaltung zu besuchen.

Thomas besorgte die Schleswig-Holstein-Tickets und so trafen wir uns am Hamburger Hauptbahnhof bzw. stiegen zu zweit am Dammtor zu. Da der Zug ziemlich voll war saßen wir zu Fünft und zu Dritt zusammen und waren nach ca. zwei Stunden Fahrt gegen 11:00 Uhr in Flensburg. Bis zum Hafen geht man ca. 15-20 Minuten und ist dann mitten im Trubel und Dampfgeruch. Es ist nebenbei auch ein Volksfest mit Buden und Karussells. Essen, Trinken, Boot fahren und vieles mehr ist möglich. Im Hafen legen die Museumsschiffe mit Gästen an Bord an und ab. Es war ordentlich was los. Hier eine kleine Übersicht der Schiffe in der Förde:
„ALEXANDRA“ der bekannte Ausflugsdampfer aus Flensburg den man oft als Modell sieht, die „SANDNES“ ein Passagierdampfer aus Norwegen, der in der Küstenfahrt ähnlich der Hurtigroute eingesetzt war und heute von einem Verein gepflegt und eingesetzt wird. Eine Besichtigung wäre sicher interessant gewesen, aber dafür reichte die Zeit nicht. Natürlich fehlte die „STETTIN“, der Eisbrecher aus Hamburg nicht, die „BUSSARD“ ein Tonnenleger? machte auch Gästefahrten auf der Förde und der über 100 Jahre alte Seitenraddampfer „FREYA“ fehlte auch nicht. Dazu viele kleinere und ganz kleine Museumsschiffe, nicht alle mit Dampfmaschine aber trotzdem schön anzusehen. Wenn man alle Schiffe hätte ansehen oder eine Fahrt darauf machen wollen, hätten zwei Tage nicht gereicht und die Karten für die Fahrten hätte man gleich am 1. Tag ganz früh kaufen müssen. Nächste Chance dafür gibt es in zwei Jahren.

Kurz vor 12:00 Uhr standen wir vor der „SCHAAHÖRN“ und wollten eine der Gästefahrten mitmachen. Die nächste, nicht ausgebuchte Tour war um 14:00 Uhr. Karten gab es nicht am Schiff, sondern an einer zentralen Stelle. Klaus machte sich sofort auf den Weg und bekam noch die acht Karten für uns. Dann war diese Fahrt auch ausgebucht. Die Zeit bis zur Abfahrt nutzten wir, um etwas für das leibliche Wohl zu tun und uns im Schifffahrtmuseum die Modellschiffausstellung anzusehen. Das eigentliche Museum war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Der Innenhof war auch gesperrt. Die Ausstellung der Modelle und das Wasserbecken war auf drei Bereiche verteilt. Es gab viele verschiedene Dampfmaschinen zu sehen. Sogar einen Sternmotor. Für Dampffreaks wie Günter ein Eldorado. Ein alter Bekannter war das 3m lange Dampfboot „PANHASE“ das wir schon 2007 bewundern konnten. Das kleine Boot wurde 1992 gebaut und sieht aus wie aus dem Laden. Man kann damit bestimmt auch auf dem Wasser fahren. Zwei Leichtgewichte passen dort wohl rein, jedenfalls gibt es zwei Sitzgelegenheiten im Heck.

Als die „SCHAARHÖRN“ von ihrer Rundreise zurückkam stellten wir uns an die Gangway, um möglichst früh an Bord zu können. Der Himmel sah nach Regen aus und wir wollten gern auf dem oberen Deck unter das Dach. Dort ist man im Freien und trotzdem regengeschützt. Der Plan ging auf und es begann dann auch zu regnen als wir an Bord waren. Auf dem Schiff konnten wir auch in die Maschine und den Kesselraum. Ich habe nur von oben reingeschaut denn das Innenleben kannte ich bereits von einem Besuch auf dem Schiff in Hamburg. Nach einer guten Stunde war die Fahrt beendet. Es ist immer ein Erlebnis, auf einem solchen gepflegten Dampfschiff zu fahren. Die Maschinen machen schöne leise Geräusche und allein die Rudermaschine bei ihrer Arbeit zu sehen ist schon ein Erlebnis. Das Schiff darf in Binnengewässern 85 Passagiere mitnehmen, über See sind es 75 Passagiere.

Als wir von Bord gingen war es wieder trocken, wir teilten uns auf und verabredeten als Treffpunkt den Bahnhof. Um 18:09 Uhr sollte unser Zug zurück nach Hamburg fahren.

Die restliche Zeit schlenderten wir über die Festmeile, verwöhnten den Magen ein wenig und waren rechtzeitig am Bahnhof, bevor es wieder anfing zu regnen. Mit der pünktlichen Rückfahrt wurde es leider nichts. 70 Punker hatten im Zug randaliert und mussten von der Polizei erst rausgeholt werden. Ein Wagen war darum gesperrt und die Abfahrt verzögerte sich um 20 Minuten. Wir fanden trotz des gesperrten Wagens Platz für unsere Gruppe und so vergingen die zwei Stunden Rückfahrt in gelöster Stimmung. Ich war dann gegen 21:00 Uhr wieder zu Hause.

Wer nicht mitgefahren ist hat was versäumt. In zwei Jahren gibt es wieder die Gelegenheit, das Dampf Rundum in Flensburg zu besuchen.(wrb)