Schiffsmodellbau-Club Hamburg e.V.

(seit 1963)

Sommergarten in der Clausewitz-Kaserne

Im März erhielt ich von einem Herrn S. einen Anruf mit der Anfrage, ob wir bereit wären, bei einer Veranstaltung der Führungsakademie der Bundeswehr in einem Wasserbecken Schiffsmodelle vorzuführen. Nachdem ich mir auf dem darauf folgenden Clubabend die Bereitschaft zur Teilnahme geholt hatte, rief ich Herrn S. an und wir klärten einige Details, wie Auswahl der Modelle und ungefähre Größe des Beckens und mögliche Bauweise. Danach hörte ich nichts mehr und hatte den Termin eigentlich schon gestrichen.

Am 12. Mai. erhielt ich dann eine E-Mail von Herrn S. mit der Bitte um ein Gespräch. Wir verabredeten einen Lokaltermin am 17. Mai. Hans-Jürgen und ich sahen uns das Gelände an und waren überrascht, einen ca. 25 m langen „Flusslauf“ zu sehen. Mit einem ziemlichen Aufwand war auf einer Rasenfläche dieser „Flusslauf“ ausgehoben worden, an den Seiten durch einen Wall abgegrenzt. Das Ganze würde noch mit einer Folie ausgekleidet und an der Einsetzstelle mit Betonplatten verstärkt. Der aufgeschüttete Uferwall sollte mit Gras bedeckt werden. Wir klärten noch einige Details und erhielten kurz danach eine E-Mail mit dem Zeitplan und den Veranstaltungspunkten. Hans- Jürgen wählte 17 Modelle für diesen Abend aus. Mehr machte keinen Sinn, denn der Platz war begrenzt, auf dem wir unsere Modelle ausstellen bzw. abstellen konnten.

Laut Zeitplan sollten wir am Mittwoch, den 27. Mai 2010 um 17 Uhr am Haupteingang der Kaserne sein. Wir bekämen unsere Ausweise, würden zum Veranstaltungsort geleitet, dort die Modelle ausladen und die Autos an einer vorgegebenen Stelle parken. Da ich mit starkem Feierabendverkehr rechnete, bin ich bereits sehr früh losgefahren und war um 16:10 Uhr kurz vor dem Ziel. Die Straße zum Tor war von der Polizei gesperrt, und ich wurde zum Nebeneingang umgeleitet. Dort wusste man von nichts, aber nach einem Telefonat konnte ich auf das Gelände und parkte in Sichtweite des Tores. Kurz vor 17 Uhr sah ich dann die Autos von unseren Leuten und fuhr zum Veranstaltungsort, um auszuladen. Mit leichten Hindernissen klappte das auch mit uns allen, und nachdem die Autos geparkt waren, stellten wir die Tische an die richtige Stelle und legten die weißen Tischtücher aus. Die Modelle wurden aufgestellt und der „Fluss“ auf Fahrbarkeit geprüft. Das Wenden war nicht so einfach, vor allem wenn man kein Bugstrahlruder hat. Aber alles war machbar. Test war damit beendet.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, kamen der Kommandeur und sein Adjutant, um uns zu begrüßen. Nach und nach erschienen immer mehr Gäste, und wir wurden mit Fragen überschüttet. Den ganzen Abend über hatten wir sehr schöne Gespräche mit den Gästen. Kaum jemand hatte geahnt, welch großer Arbeits- und Zeitaufwand notwendig ist, um solche Schiffsmodelle zu bauen. Einige Modelle hatten wir nur als Standmodelle mitgebracht, die Fahrmodelle drängelten sich auf dem Wasser. Wenn der Platz frei war, fetzte Horst mit seinem S-Boot über das Wasser. Rechtzeitiges Bremsen war dann aber angesagt. Die Bewunderung für dieses Modell war natürlich besonders groß. Mit Einbruch der Dunkelheit kamen natürlich die beleuchteten Modelle richtig zur Geltung. Mancher Gast hatte selbst Modellbau gemacht oder war noch heute Modellbauer. Hier war das Interesse an den Modellen besonders groß.

Bis 22:30 Uhr war Fahrbetrieb. Danach wurde zur Serenade durch ein Marinemusikkorps gebeten. Gegen 23:00 Uhr war mit diesem Veranstaltungspunkt das Sommerfest beendet und wir packten unsere Modelle ein.

Während des ganzen Abends wurden wir mit Getränken nach Wunsch versorgt. Auch das Büfett war für uns geöffnet. Zwischendurch wurden auch für uns kleine Köstlichkeiten gereicht. Eine angenehme Erfahrung, dass man so aufmerksam mit eingebunden und behandelt wurde. Beim Einpacken kam der Kommandeur noch und bedankte sich bei uns. Wir hatten ganz offenbar einen guten Eindruck hinterlassen und der „Fluss“ mit unseren Modellen war einer der Höhepunkte des Abends. Auch uns hat dieses Sommerfest mit seiner entspannten und freundlichen Atmosphäre viel Spaß gemacht. Ich war gegen 24:00 Uhr wieder im Haus. Das Auto wurde in die Garage gestellt und das Entladen auf den nächsten Tag verschoben.

In einer E-mail habe ich mich am Donnerstag bei Herrn Seidel im Namen aller teilnehmenden Clubkameraden für den Abend und die freundliche Aufnahme bedankt.

Bei den Clubkameraden möchte ich mich ebenfalls bedanken. Wir haben einen guten Eindruck hinterlassen. Dafür mein besonderer Dank an Euch.(wrb)

 

Der SMC bei der Führungsakademie

Am Mittwoch, 2. Juni, sollte unser Club den Außenbereich der obigen Tagung bereichern. Das Unterhaltungsthema war Hamburg. Es war eine Flaniermeile angelegt mit etlichen Pavillons zum Verweilen. Es wurde z. B. Zigarrendrehen, Kaffeerösten, Backen gezeigt. Im Saal waren durch das Miniatur- Wunderland etliche Gebäude der Speicherstadt aufgebaut. Über die Flaniermeile schlenderten Matrosen, Auswanderer, ein Hamburger Wasserträger. Wir schipperten auf einer extra angelegten etwa 20m langen künstlichen Elbe mit unseren Schiffen vor großen Hamburg Panoramafotos entlang. Es war ein netter warmer Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Das Ganze endete um 23 Uhr mit der SERENADE, was ich bis jetzt auch noch nicht miterlebt hatte. Um 23.30 Uhr packten wir unsere Schiffe ein und machten uns auf den Heimweg, wobei ich endlich mal im Vorteil war: Ich wohne nur 10 Minuten um die Ecke!(ss)